Konzert 2026
Wie angekündigt öffneten sich am Sonntag, den 01.03.2026 um 15:30 Uhr die Türen der Evangelischen Kirche und die Besucher betraten erwartungsvoll den Kirchenraum. Schließlich hatten wir zu unserem Konzert eingeladen. Alles war bestens vorbereitet und unsere Anspannung war beim letzten Briefing durch Chorleiter Walter Muth kurz vor unserem Auftritt förmlich zu greifen.
Pünktlich betraten die Sänger um 16:00 Uhr von beiden Seiten kommend die Kirche und nahmen vor dem Altarraum Aufstellung. Den Beginn machte Walter Muth mit einem famosen Orgelsolo. Hierbei konnte man erstmals die sehr gute Akustik in der Kirche nach deren Komplettsanierung genießen. Danach begrüßte unser Vorstand Markus Kolb die Gäste. Er betonte in seiner Rede auch den Umstand, dass durch die Kooperation mit dem „MGV Frohsinn 1901 Rotenberg e.V.“ -ebenfalls unter dem Dirigat von Walter Muth- beide Vereine profitiert hätten.
Jetzt ließen die Sänger erstmals ihre Stimmen mit den Liedern „Jahre kommen, Jahre ziehen“ und „Unser Leben gleicht der Reise“ erklingen.
Das nächste Stück „Die Uhr“ trug die Solistin Astrid Bohm vor, gefühlvoll begleitet am Flügel von Walter Muth, wie bei allen ihren Liedbeiträgen.
Jetzt waren wieder die Männerstimmen von den „Germania-“ und „Frohsinnsängern“ zu hören. Zunächst erklang „Handwerkers Abendgebet“ (hier glänzte Markus als Solist) und danach das Lied „Wohin mit der Freud“.
Es folgte mit dem Stück „Tom der Reimer“ wiederrum die Solistin.
Jetzt ging es nur mit gesprochenem Wort weiter. Aber wie! Kein geringerer als Günter Wittmann erklärte den Besuchern „in beschda Sandhaisa Muddasprooch ebbes iwa Sandhaisa Gerischdä odda was fria uff dä Disch kumme isch“. Viele fühlten sich in die gute alte Zeit zurückversetzt.
Nach so viel „Schwetzä“ ging es gesanglich weiter. Mit dem Lied „Waldandacht“ gefolgt von dem Stück „Es klingt ein Lied in mir“ (Solist Walter Muth). Beim folgenden Titel „`s ist Feierabend“ war Markus wiederum solistisch in Hochform. Das letzte Lied von dem Musikblock war die englische Fussballhymne „You ´Il never walk alone“.
Nun gehörte die Bühne wiederum der Solistin Astrid Bohm. Sie glänzte mit dem Titel „Think of me“.
Der Abschluss des ersten Programmteils war Günter Wittmann vorbehalten. Auch hier waren wieder die Sandhäuser klar im Vorteil. Denn er hot so manschä Gschbräschä uff dä Schtroß zwischä dä Leidd zum Beschdä gewwä. Unn uffgezeigt, dass mier beim Schwetze spååsååm mit dä Buschdååwä sin.
Jetzt hatten wir alle eine Pause verdient.
Ehrenamtliche der Kirchengemeinde hatten dazu im hinteren Teil Tische aufgebaut und bewirteten das Publikum. Auch wir Sänger konnten unsere Stimmbänder befeuchten, denn auch wir wurden bestens von den engagierten Helferinnen im Nebenraum versorgt.
Nach gut 15 Minuten begann der zweite Programmteil. Den Anfang machte wieder der Chor mit den beiden Stücken „Only you“ und „Oh Jordan roll“.
Astrid Bohm ließ solistisch den Titel „You raise me up“ folgen.
Es schloss sich unser Liedvortrag „What shall we do“an.
Auch im zweiten Teil trat nochmals Günter Wittmann ans Mikrofon. Dabei durften vier Personen aus dem Publikum die ihnen im Vorfeld übergebenen Briefumschläge öffnen und das darin enthaltene Wort (nadierlisch im Dialegt) sehr zur Unterhaltung aller vorlesen. Es haben sich alle wacker geschlagen, sogar däa aus Dilljä exdråå iwwa die Brigg riwwakummänä hots fäddisch gebroocht. Mia wolle jo koo Nome varohde, awwa stolz wååra schunn dä Lohda. Zum Abschluss trug unser „Mundartkünstler“ noch die Liebeserklärung an sein Sandhausen von Robert Kögel vor.
Mit dem Titel „Over the Rainbow“ glänzte nochmals Astrid Bohm.
Langsam näherte sich unser Konzert dem Ende. Mit den beiden Liedern „Sho Sholosa“ mit Markus als Solist in Bestform und „Siyahamba“ gaben wir nochmal alles.
Die Solistin Astrid Bohm zeigte mit dem Stück „O mio babbino caro“ abermals ihr Können.
Den Schlusspunkt setzten wir mit dem Lied „Jerusalem“. Hierbei übernahmen Markus Kolb und Werner Scherhaufer die Solostellen.
Nach dem letzten Ton brandete nicht enden wollender Beifall auf. In dieser Zeit erhielten die Solistin Astrid Bohm und Margit Muth in Vertretung für unseren Walter einen Blumenstrauß sowie Günter Wittmann ein Weinpräsent. Jetzt folgte noch die geforderte Zugabe mit den Stücken „Lord, I Want to Be a Christian“ und „Es klingt ein Lied in mir“. Danach verließen die Sänger den Kirchenraum.
Jetzt fehlt nur noch unser großes Dankeschön. Zunächst geht unser Dank an die Evangelische Kirchengemeinde für die Überlassung der Kirche und namentlich an Tanja Diem, in der ich immer eine kompetente Ansprechpartnerin für unsere Fragen und Wünsche hatte. Ein großes Dankeschön geht an unseren Chorleiter Walter Muth, welcher unsere beiden Chöre bestens auf dieses Konzert vorbereitet hat. Ebenso bedanken wir uns ganz herzlich bei unseren Sangesfreunden vom „MGV Frohsinn 1901 Rotenberg e.V.“ für die immer gute Zusammenarbeit und ihr Mitwirken beim Konzert. Ein Dank auch an die Solistin Astrid Bohm und an Günter Wittmann, der mit seinen originellen Textbeiträgen unser Konzert bereichert hat. In meinen Dank schließe ich auch Tobias Geberth (Enkel von unserem Ehrenmitglied und Ehrenvizechorleiter Gerhard Geberth) mit ein, welcher uns mit seiner Technik das Konzert aufgenommen hat. Wir sind gespannt auf das Ergebnis und auf die Aufnahme. Danke auch allen ungenannten Helfern, welche zum Gelingen des Konzertes beigetragen haben. War doch die kurze Vorbereitungszeit in der Kirche sehr ambitioniert, da am Vormittag noch ein Gottesdienst stattgefunden hatte.
Aber den größten Dank hat unser tolles Publikum verdient. Denn sie haben uns durch ihren großen Beifall zur Höchstleistung animiert. Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, zu beweisen, dass Männerchorgesang immer noch einen hohen Stellenwert besitzt.
W. R.
